Die Posturologische Therapie

Behandlung von therapieresistenten Knieschmerzen mit Posturologie, Akupunktur und Neuraltherapie bei einer 81 jährigen Patientin   September 2017

Liebe Frau Dr. Feldmeier!

Nun endlich möchte ich mich bei Ihnen bedanken, dass Sie mich vor einer für mich feststehenden Knieoperation bewahrt haben. Nach Aussagen von verschiedenen Seiten, eindeutigen Röntgenaufnahmen und vor allem ausgeprägten Schmerzen kam ich vor ein paar Wochen zu Ihnen. Sie behandelte mich posturologisch und führte eine neuraltherapeutische Narbenbehandlung und Akupunktur durch. Was soll ich sagen: Nach gut einer Woche waren die Schmerzen so gut wie verschwunden. Vier Tage später hatte ich einen Termin in einer orthopädischen Klinik wegen der zu diesem Zeitpunkt noch zu erwartenden Operation. Als der Arzt nach der Untersuchung mir dann sagte, dass die  OP nicht nötig sei, war ich der glücklichste Mensch. Darüber hinaus schien es mir, als wäre mein lädiertes Bein wieder etwas gerader geworden. Mehrere Bekannte bestätigten meinen Eindruck. Ich wünsche mir und hoffe und glaube auch, dass Sie mir weiterhin helfen können. Nochmals herzlichsten Dank!

Mit freundlichen Grüßen

Fehlhaltungen ins Gleichgewicht bringen

Post_therapie01

Post therapie1  Post therapie2

Die therapeutische Behandlung ist weniger komplexals das ihr zu Grunde liegende notwendige posturologische Verständnis.

Das Ziel dieser therapeutischen Vorgehensweise ist es, über die Rezeptoren, vor allem der Augen und Füße, das 

ZNS so zu beeinflussen, dass es die falschen Informationen löscht und die als richtig suggerierte Informationen ins Langzeitgedächtnis speichert.

Sobald das Nervensystem wieder fehlerfreie Informationen von unseren Rezeptoren  erhält, finden Muskeln und Gelenke zurück ins Gleichgewicht. 

Die Fehlhaltung und die damit verbundenen Schmerzen verschwinden – übrigens unabhängig vom Alter des Patienten.

Da sich die Füße als letzter Puffer unseres Haltungssystems und als Bezugspunkte zur Schwerkraft an sämtliche Störreize des Körpers adaptieren müssen, haben sie auch in der Therapie als Eingänge des Haltungssystems einen besonderen Stellenwert.

Von den beiden in Frankreich führenden Haltungsschulen wurden für diese andere Art der Therapie jeweils ganz spezielle Sohlen entwickelt und  patentiert. 

Sie werden den Patienten bei entsprechender Indikation verordnet, mit dem Ziel, Schmerzfreiheit zu erreichen, indem das Haltungsgleichgewicht wieder hergestellt wird, d.h. die Haltung durch den Reiz der Therapiesohlen positiv beeinflusst wird.

Wenn der Reiz bzw. die Information richtig ist und lange genug angeboten wird, findet das Haltungssystem sein optimales Muskelgleichgewicht wieder und löscht auf diese Weise die bisherigen Fehlinformationen und damit die Muskelungleichgewichte.

Diese Sohlen wirken immer symmetrisch auch bei asymmetrischem Auftreten der Füße, d.h. die Füße passen sich an diese Therapie genau so an, wie sie sich vorher an ein Ungleichgewicht (Fehlhaltung) anpassen mussten. 

Deshalb ist es mit diesen Sohlen möglich, eine Korrektur des Fußes ohne Auftritt durchzuführen. 

Post therapie3 Post therapie4 Post therapie5 

Dem Gehirn (ZNS) wird also durch einen Stimulationsreiz in der Fußsohlenmitte die korrekte Druckbelastung der Füße vermittelt (suggeriert). Diese Information wird über die Sensoren in unseren Füßen weitergeleitet. 

Post therapie6

Durch das regelmäßige Tragen dieser Sohlen wird das ZNS die bisherigen falschen Informationen (Muskelungleichgewichte) wieder löschen und stattdessen den korrekten Fußdruck ins Langzeitgedächtnis speichern.Dies gelingt jedoch nur, wenn gleichzeitig immer auch das Muskelungleichgewicht der anderen gestörten Rezeptoren (Augen, ggf. Kauapparat, etc.) erkannt und wenn möglich behoben wird. 

Post therapie7 Post therapie8

Diese Therapie beeinflusst über die Veränderung der Haltung auch eine Bissfehllage. Denn durch die Therapie bekommen auch die Kaumuskeln ein neues Gleichgewicht.

Post therapie 9 Post therapie10

Therapiedauer

je nach Erkrankung 2 – 3 Jahre, bei Skoliosen zwischen 3 – 5 Jahren, danach schrittweise Entwöhnung, Kontrolluntersuchung  findet nach nach 6 Wochen statt, ab dann normalerweise nur noch alle 3 – 4 Monate statt.

Begleit- und oder Zusatztherapien: Manuelle Therapie, Akupunktur, Neutralisierung von Narben, Zahnherde, ggf. in interdisziplinärer  Zusammenarbeit.

Notwendige Bisskorrekturen sinnvoll durch einen neuromuskulär oder posturologisch versierten bzw. ganzheitlich orientierten Zahnarzt/ Kieferorthopäden/ Kieferchirurgen

Fazit:

Podt therapie11

Die posturologische Behandlung ist wie die Akupunktur eine Regulationstherapie und wird mit ihr auch häufig kombiniert.

Auch sie kann ihre regulatorische Wirkung nur dann entfalten, wenn unser Körper noch zur Regulation fähig ist. Regulationsstörende bzw.- blockierende Faktoren wie z.B. Narben, tote Zähne, chronische Entzündungsprozesse, Blockierungen, oder andere Belastungen (Unfälle, Operation, Fehlernährung, Psyche) können nicht durch diese Therapie beseitigt werden.

Solche Belastungen sind jedoch ihrerseits in der Lage, die Wirkung der posturologischen Behandlung teils oder ganz zu blockieren und sollten deshalb ebenfalls erkannt und entsprechend behandelt werden.

Mehr hierüber unter Störfelddiagnostik und- therapie