Die Rezeptoren des Haltungssystems 

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Unsere Augen und Füße sind die wichtigsten Informationssysteme des Haltungssystems. Sie sind die äußersten Enden des Haltungssystems und koordinieren die von außen kommenden Wahrnehmungen mit den Eigenwahrnehmungen des Körpers. 

Erst an 2. Stelle stehen die anderen Rezeptoren wie unser Kauapparat,  unsere Haut (Narben), etc. 

Zahlreiche Arbeiten auf dem Gebiet der Neurowissenschaften bestätigen die bedeutende Rolle der Augen (Vierordt 1860, Romberg um 1820, Lacour und Roll 1988/ 89), und der Füße (Bourdiol 1974, Gagey 1988, Roll 1996, 1999 (Posture er Équilibre, Sauramps médical) für unsere Körperhaltung und unser Gleichgewicht. 

Mehr Informationen unter Der Augenrezeptor- Grundlagen

Rezeptorfehler

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Unsere Rezeptoren stehen unter äußeren Einflüssen. So können zum Beispiel ungeeignetes Schuhwerk, falsche Erhöhungen, Brillen, Zahnspangenbehandlungen, eine zu hohe Füllung, eine Bissfehllage,  etc. das Muskelgleichgewicht unserer Rezeptoren  negativ beeinflussen. Solche äußeren Störungen sind vergleichbar mit Softwarefehlern bei einem Computer.

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Falsche Informationen vom Augenrezeptor z.B. nach einem Schleudertrauma oder einer schweren Kopfprellung verursachen nicht nur ein Muskelungleichgewicht der Augen, sondern immer auch ein Muskelungleichgewicht des gesamten Körpers, d.h. auch der anderen Rezeptoren wie dem Kauapparat und der Füße

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Die „Softwarefehler“ treten meist schon in der Kindheit auf.

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Sie bleiben hier meistens unerkannt und darum unbehandelt, weil ihre Anpassungen in der Kindheit meist noch keine Beschwerden verursachen oder weil sie meistens  nicht mit den bestehenden Symptomen in Verbindung gebracht werden. Hierzu zählen z.B. Konzentrations- oder Koordinationsstörungen, Schwindel, Ängste, etc. 

Diese Fehler bleiben ein Leben lang, wenn man sie nicht erkennt und behandelt

Die Rolle unserer Füße im Haltungssystem

Unsere bisherigen Vorstellungen über unsere Füße müssen wir grundlegend ändern, denn im Alltag finden wir nicht nur einen, den ursächlichen Fußtyp, sondern immer drei verschiedene Fußtypen nebeneinander.

1. ursächliche Füße:

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Sie verursachen die Fehlhaltung.

2. angepasste oder aktiv kompensierende Füße z.B. an eine obere Störung

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d.h. die Füße passen sich entweder passiv oder aktiv an eine obere Störung an. Bei der aktiven Anpassung handelt es sich um das Bemühen der Füße, ein Haltungsungleichgewicht aktiv auf der Seite des zu kurzen Beines auszugleichen, d.h. aktiv zu kompensieren. Dadurch kommt es zu  einseitig abnormalen Muskelkräften, die bremsend auf das normale Wachstum nur eines Beines wirken und so eine einseitige Bein- verkürzung hervorrufen. Diese wird aktiv vom Fuß kompensiert = kompensatorischer Knickfuß nach außen.

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3. Mischfüße sowohl mit einem ursächlichen, als auch einem angepassten Anteil   

Im Praxisalltag sehen wir am häufigsten Patienten mit Mischfüßen. Da die ersten beiden Fußtypen selten Beschwerden verursachen, sodass Patienten mit diesen Fußtypen selten  in unsere Praxen kommen (Ausnahme: Sportler, da sie größeren Beanspruchungen ausgesetzt sind)

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An weiteren Informationen interessiert: Der Fußrezeptor- Grundlagen 

Dank ihrer Anpassungsfähigkeit können unsere Füße jedes Gleichgewicht bzw. Ungleichgewicht der Körperhaltung gleichmäßiger auf sich verteilen bzw. kompensieren. 

Nach ca. 1 Jahr fixieren sich diese Anpassungen, wenn diese nicht rechtzeitig erkannt werden.

Leider ist diese wichtige Rolle unserer Füße für unsere Körperhaltung noch viel zu wenig bekannt und findet deshalb im Praxisalltag kaum Berücksichtigung. 

Vielmehr werden die Füße heute noch immer als Hauptverursacher für Beschwerden und Schmerzen im Bewegungsapparat angesehen und entsprechend mit biomechanisch wirkenden  Einlagen versorgt. Und genau diese Einlagenversorgung stört oder schadet den adaptierenden Füßen mehr als dass sie hilft. Nicht selten führt sie sogar zur Verstärkung der Probleme, da durch sie die Anpassungen fixiert werden. 

Aus diesem Grund sollten adaptierende bzw. kompensatorische Füße nie wie ursächliche Füße behandelt werden. 

Auf dem Boden dieser neurophysiologischen Grundlagen wird verständlich, warum so viele Therapien Haltungsfehler und ihre Folgen auf Dauer nicht korrigieren können. Sie behandeln meist nur die Symptome, aber nicht die eigentlichen Ursachen: Die Rezeptorstörungen.

Dafür brauchen wir einen anderen Therapieansatz:
Die posturologische Behandlung