Grundlagen zu den Rezeptoren und zur Therapie

 Fehlhaltungen ins Gleichgewicht bringen

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Der Augenrezeptor – Grundlagen 

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Seit über 60 Jahren ist der Neurowissenschaft die Rolle unserer Augen für das Haltungssystem bekannt. 

Schon 1951 konnte Dr. J. B. Baron, ein französischer Physiologe aus Paris, in einem Tierversuch die Bedeutung der Augenmuskelsymmetrie aufzeigen. 

Durch eine Minivibration nur an einem Auge eines Fisches wurde die Spannung des äußeren geraden Augenmuskels nur ganz leicht verändert. Dies führte dazu, dass der Fisch zunächst nur noch im Kreis schwamm. Je länger jedoch diese Stimulation erfolgte, desto mehr passte sich schließlich auch das gesamte Rückgrat des Fisches auf diesen asymmetrischen Reiz an, in dem es sich zunehmend krümmte.

Mit diesem Versuch gelang es Baron zu beweisen, dass schon eine kleine Veränderung am Auge, große Auswirkungen auf die gesamte Körperhaltung hat. 

Das Haltungssystem spielt nicht nur für die Haltung und das Gleichgewicht eine Rolle, sondern auch für die Position im Raum, Roll (1987) und für die visuelle Wahrnehmung, Quercia (2005). 

Ende der 80iger hat die portugiesische Neurophysiologin Graciete Serrano, sehr beeindruckend die Bedeutung der Augen auch bei kognitiven Störungen belegen können. Es gelang ihr eine spektakuläre Verbesserung einer schweren Rechtschreibstörung allein durch die Behandlung einer asymmetrischen Augenkonvergenz mit Hilfe von posturalen Prismen, mit denen der portugiesische Augenarzt Orlando Alves Da Silva arbeitete. 

Unsere Augen liefern sehr wichtige Informationen über die Stellung des Körpers im Raum. Sie spielen eine wichtige Rolle bei der Aufrechterhaltung unseres Gleichgewichts und steuern alle visuell beeinflussbaren Bewegungen.

Beim Blick in die Ferne besteht oft kein Hinweis auf ein Muskelungleichgewicht der Augen, sondern erst bei der Betrachtung eines Objektes (Kugelschreiberspitze) in der Nähe = Konvergenztest.

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Der Fußrezeptor – Grundlagen

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Als letzter Puffer und als das andere Ende des Haltungssystems spiegeln sie die Summe der Muskelungleichgewichte unseres gesamten Körpers wieder. Denn an unseren Füßen beginnen und enden alle Muskelketten

Unsere Füße sind das Bindeglied zwischen dem Haltungsungleichgewicht (Asymmetrie) und dem Boden, auf dem wir stehen. Der Bodenwiderstand unter unseren Füßen zwingt das ZNS, uns gegen die Schwerkraft aufzurichten und uns aufrecht zu halten. Die Füße sind hierbei Gegenkraft zur Schwerkraft  und gleichzeitig die Bezugspunkte für die Schwerkraft. 

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Unsere Fußabdrücke spiegeln die Summe der gesamten Muskelungleichgewichte unseres Körpers wieder. 

Die Informationen von unseren Eingängen = Rezeptoren, ob richtig oder falsch, werden von unserem Nervensystem, immer als richtig angesehen, unbewußt verarbeitet und mit der Zeit ins Langzeitgedächtnis gespeichert. Dies drückt sich z.B. in der Körperhaltung aus. d.h. bei richtigen Informationen haben wir eine korrekte Haltung. Bei falschen Informationen, egal wodurch, finden wir häufig eine Fehlhaltung.

Muskelungleichgewichte Augen Kauapparat Füße 

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Personen mit einer Fehlhaltung entwickeln auf der Ebene der Puffersysteme (Schultern, Becken, Füße) in der Regel Ausgleichsstrategien.  Deshalb lässt sich auf einer statischen Messplatte, eine Änderung der Stabilität d.h. des Gleichgewichts, vor und nach der Korrektur einer statisch gut ausbalancierten Fehlhaltung, nicht nachweisen. 

Die Therapie – Grundlagen

Normalerweise zeigt ein Patient trotz einer Fehlhaltung eine ausgeglichene Druckverteilung auf beiden Füßen als Ausdruck ihrer enormen Anpassungsfähigkeit. 

Ein Experiment des französischen Neurophysiologen Dr. med. J. P. Roll Ende der 90iger Jahre zuerst mit Minivibrationen, später mit elektrischen periodischen Miniimpulsen, unter der Fußsohlenmitte, konnte beweisen, dass dieser Reiz das Haltungssystem vorübergehend destabilisieren kann. 

Dies war sofort an der ungleichen Druckverteilung der Füße 40/60 anstatt von sonst immer 50/50 nachweisbar.

Verblüffend war dabei, dass sich dieses Druckverhältnis nach einer gewissen Zeit wieder umkehrte, und dann wieder zurück zu einer gleichen Druckverteilung fand. Das war der Beweis für die Adaptation des gesamten Haltungssystems an einen Reiz, egal wodurch.

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Auch andere Forscher konnten das bestätigen:    

1980 Mauritz, 1984 Diener, 1990 Nashner    

1988 A. Dashays und 1996 Thourmie mit der Anästhesie der Fußsensoren,    

1990 Magnusson schon durch Unterkühlung der Sensoren in den Fußsohlen.

In den 70iger Jahren entdeckte Dr. med. Bricot Reflexzonen in den Fußsohlen, die auf die Stimulation unterschiedlicher Frequenzen reagierten. 1979 stellte Bricot diese Entdeckung erstmalig auf einem Akupunktur- Kongress  vor.

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Ende der 80iger Jahre stellte Dr. med. Michel Marignan seine wissenschaftliche Studie über die Auswirkungen von elektromagnetischen Stimulationen der Hautrezeptoren in der Fußsohle auf die Körperhaltung vor.

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Beide, Bricot und Marignan, waren Schüler des französischen Arztes Dr. med. Paul Nogier dem Begründer der Aurikulotherapie und Aurikulomedizin, und beschäftigten sich deshalb schon damals mit den Auswirkungen von Frequenzstimulationen auf den Körper.